Urlaub | Der Abenteurer in mir.


Eigentlich will ich meine Artikel nicht immer mit Bekundungen über die aktuellen Wetterverhältnisse beginnen. Aber wenn es, wie gestern, ganz herbstlich aus Eimern schüttet, drängt sich meinem in die Ferne getriebenen Geist natürlich nur ein Gedanke auf: Ich brauche Urlaub. Und Sonne. Und alkoholfreie Cocktails.
Doch während die meisten meiner Mitmenschen ihre nächsten Fernzüge bereits geplant, gebucht und in den gut organisierten Kalender eingetragen haben, beschäftige ich mich mit dem alljährlichen Urlaubsdilemma: Tiefenentspannender Strandurlaub versus abenteuerliche Entdeckungsreise. Pool-Programm oder Bergbesteigung?

Vorweg: Ich kann mich für jede Art von Urlaub begeistern. Und ich denke, das geht den meisten hier auch so. Nichtsdestotrotz muckte in mir immer diese leise Bewunderung auf, wenn meine Freunde mir von ihren spontanen Urlaubsabenteuern erzählen. Wildkatzen, die an Zelte pinkeln, Europatouren mit klapperigen Gefährten und Fotoserien von Berghängen, deren Überquerungen an Adrenalinausschüssen nicht zu toppen sind. No worries poolside, für entspannende Tage am Wasser wird mein Herz immer schlagen. Aber manchmal braucht es eben etwas mehr, als die einschläfernde Stimme des Hotel-Animateurs am Mittag.

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Strand?

Sektkur und Kokosnusssaft: Urlaub fürs Gehirn

Glaubt man Umfragen deutscher Reisemagazine, macht eine Mischung aus Entspannung und Action den idealen Urlaub aus. Trotzdem sind die meisten Sonnenliegen in der Hotelanlage schon vor dem Frühstück mit deutschen Badetüchern belegt. Aber das ist ok.

Es spricht nämlich nichts gegen ein paar Tage voller all inklusive Getränken, rhythmischen Popmusik-Tönen aus den Neunzigern und hochmotivierten, orange-braun gebrannten (und deutsch-sprechenden!) Animationsteams. Im Gegenteil: Schaut man sich in der Hotelanlage an der Mittelmeer-Küste um, könnte man glauben, die Deutschen hätten den Entspannungsurlaub erfunden.
Auch ich habe diverse Aufenthalte in eintönigen Ressorts mitgemacht. Essen toll, Zimmer toll, Bekanntschaften manchmal auch toll. Aber im Nachhinein ist es doch schade, wenn der einzige Ausflug des Urlaubs und somit die erste Entdeckungsreise außerhalb des Hotels aus einem Besuch des lokalen Wochenmarktes besteht. Gilt übrigens auch für Urlaube außerhalb Europas. Was nützt der schönste Karibik-Strand, wenn du vollkommen relaxed, aber kulturell vollkommen unberührt wieder in deinem muffigen Wohnzimmer eintriffst?


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Berge?

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Zivilisation?


Abenteuerurlaub – Einfach mal frei sein.

Zugegeben, einen gänzlich abenteuerlich Urlaub habe auch ich noch nicht erlebt. Jede Wanderung meiner kleinen Füße war bisher perfekt durchgeplant und wurde von sehr spießerischen Organisationen umrahmt. Hotel gebucht und Spontan-Stopps in romantischen Alpenhütten berechnet, Frühstück und Rückfahrt zum Flughafen inklusive.

Abenteuerurlaub bedeutet für mich dennoch was anderes. Nämlich frei sein. Frei von starren Korsetts mit wieder und wieder durchlebten Touri-Führungen, frei von den Öffnungszeiten des Hotel-Buffets, frei von termingebundenen Busabfahrten aus der Ferienanlage. Mit sehnsüchtigen Augen lausche ich den Geschichten meiner Freunde, die von Motorradfahrten durch Frankreich und aufregenden Trekking-Touren durch Skandinavien berichten.
Ich träume von Touren entlang wilder Küsten, von impulsiven Streits um den Aufbau eines Zelts und spontanen Lagerfeuer-Liedern. Nächste Ziele: Dschungel, Wildnis und Steppe. Leider ist mein Reisepass abgelaufen und noch kein neuer beantragt. Ich bin also eher noch in der Phase einer mentalen Vorbereitung. Kann ich ja ganz gut. Überlebenstyps hole ich mir online, die besten Locations (spricht man in der Natur von Locations?) bei meinen bewanderten Reisefreunden.

Dieses Jahr gönne ich mir übrigens noch einen gesunden gemischten Urlaub: Ein bisschen Balkon, ein bisschen Pool, ein bisschen Sight-Seeing und Spazieren. Wie sieht's damit bei euch aus? Zelt oder Himmelbett, das ist hier die Frage?

Kommentare:

  1. Du schreibst immer so spannend. :) ich bin immer für strand. :)

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  2. Urlaub heißt bei mir immer Städtereisen. Rumgammeln, in der Sonne liegen, im Pool oder See baden, das kann ich alles auch zu Hause. Dort fehlt mir jedoch die Großstadt. Also gibt es im Urlaub Kontraste.

    Wie wärs mal mit ner Rucksack-Tour ohne Plan und Ziel? Einfach von zu Hause starten und mit dem Daumen durch die Welt. Oder zumindest durch Deutschland. :)

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  3. Oh man, decisions, decisions. Ich werde dieses Jahr auch (endlich, nach 5 Jahren Urlaubabstinenz) mit meiner Clique das Weite suchen. Morgen wollen wir uns an die Planung machen. Wohin es gehen soll steht also auch noch nicht fest. Ich bin definitiv für nen Strandurlaub, weiß schon gar nicht mehr, wie das Meer aussieht :D Allerdings spricht natürlich rein gar nix dagegen, sich auch die umliegenden Städte anzuschauen und nen bisschen Natur und Kultur mitzunehmen :) Ich bin gespannt! ;)

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  4. Ich liege im Urlaub meistens in der Sonne und einmal gehts in die Stadt :-)
    Mich hat eine Bekannte von uns Tattoowiert aber hier sind viele in meinem Alter die einfach zum Tattowierer gehen und ne Einverständniserklärung mit den Eltern unterschreiben :-)

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  5. Ich kann erst einen richtigen Strandurlaub verbuchen. Aber diese reicht mir persönlich auch, war nett, aber wie gesagt, reicht dann auch.
    Ansonsten haben wir das Prinzip: Irgendwo ein Hotel buchen und dann mal schauen. Wir wandern gerne, aber alleine. Bissel Natur, bissel Kultur abseits der normalen Touristenattraktionen. Mir reicht das vollkommen, muss nicht immer was total tolles, bombastisches sein :D
    Und Abenteuer gibts da genug. Nicht zu empfehlen: Bei Nebel in den Karpaten verlaufen. Zu empfehlen: Bei Regen in der Eifel rumlaufen und dann Erbsensuppe im Kloster löffeln :)

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  6. Es wäre auf jeden Fall sehr wünschenswert, wenn die Herren auch an die Beine denken :P

    Ja, die Leggings kann ich leider auch nicht immer trage, sprich Arbeit. Und wirklich schön, finde ich es auch nicht immer. Mal sehen, vielleicht haben wir ja einen Stein in´s Rollen gebracht :P

    Liebste Grüße, susemi

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  7. Ich tendiere eher zum Abenteuerurlaub. Für mich ist es absolute Entspannung, wenn ich viel unterwegs bin, ständig was neues erlebe und viel entdecken kann. Das ist für mich das Größte. Allerdings verträgt sich das nicht immer mit meiner Familie&Freunde... ;) Daher haben wir in den letzten Jahren so einen Kompromiss gefunden und machen schon immer Abenteuerurlaub, aber dann am Ende noch ein paar Tage Entspannung am Strand. ^^

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  8. Mir geht es genauso wie dir! Ich lausche ganz, ganz fasziniert und gespannt den Erzählungen meiner Leute, die mit nem Mietwagen innerhalb von vier Tagen von Florida nach New York gekachelt sind und nach ein paar Tagen wieder zurück. Wobei damals die Buchung bei der Vorbereitung auch noch komplett auf Niederländisch war (weil der Flug ab Amsterdam war), das kein Mensch konnte :D Und im Endeffekt hat alles supi funktioniert. Aber irgendwie brauche ich eine grobe Planung, die wichtigsten Eckdaten müssen feststehen - ansonsten fühle ich mich irgendwie unsicher. Aber ich träume auch ständig vom Ausbrechen und tollen Roadtrips, vor allem Island, Italien und Norwegen! Strand mag ich auch ganz gerne, aber nicht die ganze Zeit und Ressort oder All-Inklusive würde für mich nicht in Frage kommen. Mir wäre da nach einer ziemlich kurzen Zeit sehr, sehr langweilig. Ich kann halt nicht stillsitzen. Bei mir gibt es morgens Frühstück im Hotel und von dort an, sehe ich das Gebäude erst zum Schlafen wieder - ich will halt in den Ort und in die Kultur so gut wie möglich eintauchen.
    Liebe Grüße!

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Ich bedanke mich für euer Feedback und freue mich sehr herzlich über allerlei Nettigkeiten und Kritiken. Wer beleidigt, ist doof, und wer "Gegenseitiges Verfolgen" Anfragen verschickt auch ein bisschen.

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