Ich und mein Ego.

Kim Kardashian hat ein Ego, so groß wie ihr Hintern. Andreas Kümmert (ihr wisst schon...der Typ vom ESC) stellt seins auch lieber hinten an. Beyonce remixed such a huge ego mit Kanye und scheffelt damit mehr Geld als deine Mutter. Und ich züchte mein eigenes pflichtbewusster als die Haare auf meinem Kopf - wachsen tun sie am Ende aber beide nicht. Ego ist das neue Schwarz, deine Karte zu den Stars und dein Schlüssel zu Tausenden Instagram-Followern. Aber am Ende macht es dich eben manchmal doch nur zu einem selbstbezogenen Arschloch.

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Hier ist Platz für einen Ego-Spruch deiner Wahl

Think big, work hard, play hard, fuck bitches, get money - und alle so FUCK YEAH. Soziale Netzwerke sind das Clubhaus der peinlichen Selbstliebe-Sprüche und verirrten Selbstwertgefühle.  Aber auch im real life tragen wir unsere Egos öfters in fake Louis-Vuitton Täschchen oder zu groß geratenen Baggy Pants spazieren, als unser eigener Charakter es nötig hätte. Und benehmen uns dann arschiger, als es eigentlich nötig wäre. 
Immerhin gilt es, etwas zu beweisen, etwas zu holen oder etwas zu bekommen. Und immerhin machen das ja alle so - warum also nicht auch ich. In Wahrheit ist so ein selbstgefälliges Benehmen das Resultat einer moralisch gehandikapten Gesellschaft, eines explodierenden Leistungsdrucks und einer beeindruckenden Masse an Castingshows und öffentlichen Wettbewerben im Fernsehen. 

Heidi, RTL oder der Bachelor versprechen uns ultimative Glücksgefühle durch scheinbar mühsam gewonnene Rosen, verteilte Fotos und geschenkte Urlaubstage im australischen Dschungel Und noch eimal - FUCK YEAH. Freundinnen versprechen uns bessere Beziehungen, wenn wir unschuldigen Typen durch divenhaftes Verhalten den Horrorkorb des Lebens verpassen. Und übereifrige Dozenten versprechen uns epische Karrierstarts, wenn wir am Ende des Studiums genügend Skalps an unseren Gürteln vorweisen können Hoffentlich meinen sie das metaphorisch.

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Es treten an: Dein Ego, deine Mutter und dein wahres Ich. 


Nette Menschen kommen in den Himmel. Arschlöcher kommen überall hin. 


Ich frage mich seit meiner Ankunft in Berlin, ob man auch anders Erfolg haben kann - zum Beispiel, indem man einfach freundlich ist. Oder zurückhaltend. Oder weniger verbissen.
Ob alle großen Karrieremenschen ihren Kumpels die Jobs vor der Nase weggeklaut, die Bewerbungsgespräche verschauspielert oder die Arbeiten ihrer Bekannten als die eigenen ausgegeben haben. Ob bodenständige Jungs und Mädels neben den kläffenden Scheinwerferhunden überhaupt eine Chance auf einen eigenen Weg haben. Und ob so ein blutendes Haarbündel an meiner Hüfte, ein Kim Kardashian Reality-Life oder ein  bisschen Internet-Fame wirklich die epischste Vollkommenheit meines Glückes ist.

Eine Antwort auf meine Frage kenne ich noch nicht. Vielleicht kenne ich sie mit 50, vielleicht kennen sie meine 50-jährigen Leser, und vielleicht hat mal die kläffende Scheinwerfer-Heidi aus der Castingshow, mal der scheue ESC-Vorentscheid-Gewinner recht. Am Ende steht so ein dickes, fettes Ego aber wahrscheinlich jedem echten Charakter im Weg. Und wenn man den kreativen Internet-Poeten glaubt, ist so eine staytruetoyourself-Einstellung ja eh der ultimative Weg zur Selbstzufriedenheit.
Ihr wisst ja: Dabeisein ist alles, die letzten sind die ersten und äh.. Yolo.


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