10 Weisheiten, die mich die Uni lehrte

Ach, du fabelhafte Uni-Zeit. Ich bin ja nun seit einigen Monaten dabei, meinen Master of Disaster an einer Universität zu machen. Davor chillte ich bekanntermaßen an der Fachhochschule und durfte mich zum Großteil in medialen und praxisorientierten Projekten selbst verwirklichen. Nun, da ich auch mal die andere Seite des akademischen Systems kennenlernen wollte, chille ich also in den heiligen Hallen dieser beeindruckend großen Uni und verbringe die Tage damit, Vergleiche zu meinem Bachelor-Studium anzustellen und die dauergestressten Studierenden beim täglichen Struggle zu beobachten. Nicht, dass ich nicht struggeln würde. Aber ich habe mir vor kurzem sagen lassen, ich würde eine fast abweisende Gleichgültigkeit ausstrahlen, also... Nevermind. 

Nach einem Semester Uni, einem Haufen Sorgen über die Umstellung und einer Angebotsüberforderung, die allen Online-Ratgebern zufolge typisch für Studienanfängerinnen wie mich ist, habe ich mich nun endlich in dieses ominöse Studentenleben eingegliedert - und kurz vor Angriff der ersten Semesterarbeiten sogar ein paar Dinge gelernt. Nämlich 10 an der Zahl. High Five, go Wildcats! oder so. 


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W steht für wirklich wichtiges Wissen - 10 Weisheiten, die mich die Uni lehrte

  1. Du studierst zwar irgendwas mit Medien, aber wie man ein Video bei YouTube zum Laufen bringt, wissen deine Dozenten trotzdem nicht. 
  2. Wie man virtuelle Präsentationen erstellt übrigens auch nicht. Und auch nicht, wie man online den Ausfall der Vorlesung ankündigt!!!1elf!
  3. Manchmal lohnt es sich, drei Stunden lang Texte vorzubereiten. Aber manchmal haben die Lehrenden halt selber keine Zeit, im Seminar nochmal näher darauf einzugehen. 
  4. Dinge, die dir vorm Studienstart keiner sagt: Das Erstellen deines Stundenplans klingt so viel komplizierter, als es ist. Dafür wird die Prüfungsordnung in ihrer Umsetzung immer zusätzlich kompliziert abgewandelt. Weil sie's können.
  5. Auch wenn es nicht stimmt: Tu immer so, als ob du genau wüsstest, wovon du redest und wisse, dass deine Mitstudierenden es genau so machen.
  6. A propos Mitstudierende: Alle reden von ihrem Auslandssemester, am Ende machen es die wenigsten. 
  7. Es gibt immer diese eine Person, die noch weniger Ahnung hat, als du. Wenn du keine Kartoffel bist, erinnerst du sie trotzdem an Abgabe-, Anmelde- und Rückmeldefristen. 
  8. Gehe NIEMALS davon aus, dass sich die anderen Studierenden und Lehrenden auch nur annähernd mit Themen wie gender, critical whiteness oder korrekter Sprache auseinandergesetzt haben, wenn sie nicht im entsprechenden Fach "zuhause" sind. 
  9. A propos korrekte Sprache: Obwohl manche es verdient hätten, macht es sich in einer Universität nicht wirklich gut, dem komischen Studenten im abendlichen Seminar ein Halt die Fresse an den Kopf zu werfen. Dein ökologisches, wiederverwertbares Wasserbehältnis im Übrigen auch nicht. 
  10. Und à propos irgendwas mit Nahrung: Die Mensa riecht genau so scheußlich, wie es in US-amerikanischen Highschool-Filmen vermittelt wird. 

Kommentare:

  1. Bei mir haben wirklich so gut wie alle Auslandssemester gemacht :D Aber lag wohl auch am Fach (English Studies).

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  2. Haha absolut wahr :D Was ich noch zu Präsentationen und meinem Studiengang hinzufügen würde: Erwarte nicht, dass deine Dozentin im Studiengang Luxemburgistik eine Präsentation in fehlerfreiem Luxemburgisch erstellen kann :P

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  3. ih du studierst jetzt richtig? ich verachte sowas

    dachte du bist aus Berlin. DEABO

    xx

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Ich bedanke mich für euer Feedback und freue mich sehr herzlich über allerlei Nettigkeiten und Kritiken. Wer beleidigt, ist doof, und wer "Gegenseitiges Verfolgen" Anfragen verschickt auch ein bisschen.

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